Sonnenschutz - Allgemeines

Viele von uns genießen es, wenn die Tage wieder länger werden und die Sonne ihre wärmenden Strahlen auf den Körper legt. Dabei vergessen wir aber leider oft die Haut vor den UV-Strahlen zu schützen. Einerseits bekommen wir zwar eine schöne Hautbräune, anderseits ist das UV-Licht auch für Sonnenbrand, Hautalterung, Allergien und Hautkarzinome verantwortlich.   

  • UVA-Strahlen (Alter, Allergien): 95% der UV-Strahlung, dringen bis in die 2. Hautschicht (Dermis) ein und sind vor allem für Hautalterung, Sonnenunverträglichkeiten, Hautkarzinome und Pigmentstörungen (v.a. in der Schwangerschaft) verantwortlich  
  • UVB-Strahlen (Brand, bronzierte Haut): 5% der UV-Strahlung, sind zwar energiereicher, dringen aber nur bis in die Oberhaut ein. Hautbräune, Verbrennungen, Hautkarzinome.  

Hauttypen (Überblick; individuelle Unterschiede aufgrund verschiedenster Faktoren)  

 

  

Typ 1  

Typ 2  

Typ 3  

Typ 4  

Kind  

Haarfarbe  

rötlich  

blond  

dunkelblond  

braun-schwarz  

  

Hautfarbe  

sehr hell  

hell  

hellbraun  

braun  

sehr hell  

Sommersprossen  

viele  

einige  

kaum  

keine  

  

Sonnenbrand  

sofort  

schnell  

kaum  

selten  

Sehr schnell  

Bräunung  

fast keine  

langsam  

schnell  

sehr schnell  

langsam  

Eigenschutzzeit  

5-10 min  

10-20 min  

20-30 min  

Ca. 45 min  

5-10 min  

Mindest-  

schutzfaktor  

20-50+  

15-50+  

10-30  

6-20  

30-50+  

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit:gesundheit.gv.at,29.05.2013  

 

Lichtschutzfaktor (LSF):
gibt an, in welchem Maß die Eigenschutzzeit (ESZ) der Haut bis zum Auftreten einer Hautrötung vervielfacht wird (vom Hauttyp abhängig). Näherungswert: (LSF/2)xESZ

Präventivmaßnahmen:
antioxidative Präparate mit Carotinoiden, Calcium, Vitamin C, Vitamin E, Zink, Selen. Neigt man zu einer Sonnenallergie oder fährt in der kalten Jahreszeit in ein warmes Land ist es ratsam mindestens 4 Wochen vor Sonnenexposition beta-Carotin und Calcium einzunehmen (bsp.: Biogelat Naturcarotin®, Calcium Sun Sandoz®).

Sonnenschutz
Organische Filter: dringen in die Haut ein und nehmen die energiereiche Strahlung auf (UVA, UVB, Breitbandfilter). Beispiele für organische Filter:  Benzophenon, Benzon, Drometrizol trisiloxan
Mineralische (anorganische Filter): Mikropigmente (Deckpigmente), dringen nicht in die Haut ein, reflektieren das Licht an der Hautoberfläche-Weißfärbung der Haut

 

Auf diese Punkte sollte man achten

  • richtigen Sonnenschutz für den jeweiligen Hauttyp auswählen (Ihr Apothekenteam berät Sie gerne)  
  • öfter eincremen bedeutet nicht, dass die Sonnenschutzzeit verlängert wird  
  • nach dem Baden Sonnenschutz erneut auftragen (auch wenn wasserfest auf der Tube steht)  
  • Sonnenbad zwischen 11h und 15h meiden  
  • Sonnenschutz mindestens eine halbe Stunde vor Sonnenexposition auftragen  
  • Kopfbedeckung nicht vergessen, empfindliche Hautareale mit leichter Baumwollkleidung bedecken  
  • erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht, bspw.: Johanniskraut, einige Medikamente  

Pflege nach der Sonnenexposition:
bei einem Sonnenbrand kommt es auch zu einer Schädigung der DNS. Daher ist es wichtig gute After-Sun Lotionen zu verwenden, die einen kühlenden, entzündungshemmenden und beruhigenden Effekt aufweisen. Bsp.: Daylong After-Sun®, Louis Widmer After-Sun®,….

 

Für weitere Fragen steht Ihnen Ihr Apothekenteam gerne zur Verfügung oder Sie fragen Ihren Arzt.